Diagnose

Dabei möchte man die aktuelle Kapazität eines Akkus im Verhältnis zu seiner Anfangskapazität (oder auch Nennkapazität) feststellen; ist diese unter einen bestimmten Wert (häufig 80%) abgesunken, gilt das Exemplar als nicht mehr einsatzfähig.

Die direkte Methode besteht darin, den Akku – am besten mit dem empfohlenen Ladegerät – aufzuladen und anschließend kontrolliert zu entladen. Während der Entladung wird der Strom gemessen und über der Zeit integriert, das ergibt die Ladung. Ist die Entladeschlussspannung erreicht, findet die Entladung ein Ende; die bis dahin entnommene Ladungsmenge entspricht der noch verfügbaren Entladekapazität. Dieser Vorgang dauert zumeist mehrere Stunden.

Eine wesentlich kürzere Messzeit lässt sich mit indirekten Messverfahren erzielen; dabei wird der Innenwiderstand des Prüflings gemessen. Aus Erfahrung weiß man, dass sich der Innenwiderstand erhöht, wenn die Akkuzellen altern. Aus dem Verhältnis des gemessenen Innenwiderstands zum Initialwert eines neuen Akkus lässt sich dann die Restkapazität abschätzen. Die Genauigkeit der Messung wird von der exemplarabhängigen Streuung der Innenwiderstände bestimmt, meist sind aber zumindest qualitative Aussagen möglich. Bei Einzelzellen wird das Ende der typischen Gebrauchsdauer durch eine Verdopplung des Innenwiderstands indiziert, bei Fahrrad-Akkus (Li-Ion) ist sie – aufgrund von in Reihe liegenden Schutzkomponenten) – bereits bei einem Anstieg um 50% erreicht.

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